Du darfst fühlen, was du fühlst
- Victoria Schüne
- 21. Nov. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Wenn das Leben plötzlich aus den Fugen gerät, entstehen Gefühle, die man vorher nie kannte. Viele Betroffene und Angehörige kämpfen in dieser Zeit nicht nur mit der Situation selbst, sondern auch mit den eigenen Emotionen. Oft ist da die Angst, etwas „falsch“ zu empfinden – oder die Sorge, nicht stark genug zu sein.
Doch die Wahrheit ist einfach:
Alles, was du fühlst, darf da sein.
Angst.
Wut.
Traurigkeit.
Erschöpfung.
Hoffnung.
Zweifel.
Ohnmacht.
Diese Gefühle sagen nichts darüber aus, wie sehr du dein Kind, deinen Partner oder deine Familie liebst. Sie zeigen nur, wie überfordernd und schmerzhaft so eine Situation sein kann. Kein Mensch bleibt dabei ruhig oder abgeklärt – und niemand sollte so tun müssen.
Viele Eltern fühlen Schuld, obwohl sie nichts falsch gemacht haben. Andere fühlen Wut, obwohl sie niemanden verletzen wollen. Manche sind mutig, aber brechen abends zusammen.
Alles davon ist menschlich.
Du musst nichts unterdrücken, um stark zu sein.
Du musst nicht funktionieren, um „gut genug“ zu sein.
Du musst niemandem beweisen, dass du alles im Griff hast.
Stärke bedeutet nicht, keine Gefühle zu haben.
Stärke bedeutet, sie auszuhalten – und trotzdem weiterzugehen.
Gib dir selbst Raum.
Gib dir Pausen.
Gib dir Mitgefühl.
Du darfst fühlen, was du fühlst.
Und du musst diesen Weg nicht allein gehen.








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